
Kammerspiel
Gegenwartskunst im Heimatmuseum
Was ist Heimat? Die Erinnerung an eine Vergangenheit, ein Geborgensein im Hier und Jetzt oder vielleicht ein Gefühl, gerichtet in die Zukunft? Alles davon findet sich im historischen Lochmannhaus, Gründungsort, Ausstellungsraum und selbst wohl wichtigstes Sammlungsobjekt des Museum Starnberger See. Seit spätestens 1520 steht es an genau diesem Punkt in der Welt und ist einzigartig, schließlich war es Adelsanwesen, Bauernhof und Fischerhaus zugleich. Wie kaum ein anderer Ort in der Region verbindet das Lochmannhaus Zeiten und Menschen vom 16. Jahrhundert bis zum heutigen Tag. All das bildet das Fundament für das Projekt Kammerspiel, eine Ausstellungsreihe im kleinsten und unscheinbarsten Raum der historischen Architektur, einer versteckten Kammer hinter der Küche.
Von Josefi, dem Tag des Heiligen Joseph am 19. März, bis Martini, dem Martinstag am 11. November, sind 9 Künstlerinnen, Künstler oder Kollektive eingeladen, die Kammer mit Kunst zu füllen, ja man könnte sagen: den Geist der Kammer zu wecken und zu formen. Dabei sind alle künstlerischen Medien erlaubt, wobei ganz bewusst ein besonderer Augenmerk auf dem jeweiligen Eröffnungsabend liegt - musikalisch, performativ oder poetisch.
Die Auswahl für das Kammerspiel trafen die Kuratorinnen Elisabeth Carr, Ulrike Prusseit, Katja Sebald und der Museumsleiter Benjamin Tillig.
19.3. Judith Milberg
16.4. Elena Carr
7.5. Janina Totzauer
18.6. Heiko Börner & Jost H. Hecker
16.7. Christoph Nicolaus & Rasha Ragab
13.8. Malena Moron
17.9. Masako Ohta & Maya Yamao
8.10. Luisa Baldhuber
12.11. Claudia Sack & Isabelle Roth
Eröffnungen finden jeweils um 19 Uhr statt.