Janina Totzauer
sister parasite

Das für das Kammerspiel kreierte multimediale Werk zieht seine Inspiration aus den extremsten Lebensformen unseres Planeten. Die wie Aliens anmutenden Video-Keramikskulpturen verbinden sich mit der Kammer und dem ganzen Gebäude. Zehren von ihr, und speisen sich zugleich in sie ein. Der Parasit wird eins mit dem Museum. Klar sichtbar ist der Künstlerin Faszination für extraterrestrisches Leben und spezielle Lebensformen des Parasitismus hier auf Erden herauszulesen. Das Wesen, das sich nun in die Kammer einnistet ist ein parasitärer Stalagmit, angelehnt an die Lebensform des Snotites, einer Bakterienkolonie, die hier auf Erden in Höhlen lebt, ganz ohne Sonnenlicht. Totzauers Ideenwelt greift die politische, feministische Dimension der Fremdbestimmung von Körperlichkeit auf. Ausgehend vom Post-Kolonialismus sezieren die dabei entstehenden Arbeiten Themen wie Fremdartigkeit, Zugehörigkeit und Identität. Die Künstlerin erschafft hybride Wesen, denen menschliche Attribute zugeschrieben werden, während ihr Inneres ein fremdartiges Leben birgt – Zwischenwesen aus Zelle, Ei und Amphibium - Alienembryos frisch aus dem All. 

Internetseite der Künstlerin

Eröffnung am Donnerstag, 7. Mai 2026 um 19 Uhr
Die Eröffnung findet in Anwesenheit der Künstlerin statt, mit einer Einführung von Ulrike Prusseit.

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