
Judith Milberg
Proserpina
Kammerspiel
Gegenwartskunst im Heimatmuseum
Die Kunst von Judith Milberg handelt von Entstehungsprozessen und verborgenen Ursprüngen. So auch die Installation in der historischen Kammer. Benannt hat sie diese nach der römischen Göttin der Unterwelt des Frühlings und der Fruchtbarkeit. Wie ihr griechisches Vorbild, verbringt Proserpina der Legende nach je ein halbes Jahr als Königin des Totenreichs in der Unterwelt und kehrt für je ein halbes Jahr auf die Erde zurück. In ihrer Abwesenheit erstarrt die Welt im Winter und mit ihrer Rückkehr erblüht sie im Frühling. Die Wiedergeburt des Lebens aus der Tiefe ist der Ausgangspunkt der Installation. Aus dunklem Grund wachsen golden, grün und kupferfarben schimmernde organische Formen. Sie streben nach oben, verzweigen sich und füllen den belebt und beseelt wirkenden Raum. Die Kammer wird zum mythischen Wiedergeburtsort eines Lebens, unter- und überirdisch zugleich.
Judith Milberg lebt und arbeitet in München. Internetseite der Künstlerin
Eröffnung am Donnerstag, 19. März 2026 um 19 Uhr
Die Eröffnung findet in Anwesenheit der Künstlerin statt, mit einer Einführung von Benjamin Tillig und einem Künstlerinnengespräch zwischen Judith Milberg und Axel Milberg.