
Malena Morón de Grabherr
Kammerspiel im Museum der Heimat
In einem engen, fast dunklen Raum konzentriert sich die Aufführung auf eine kleine Zahl von Stimmen. Aus unterschiedlichsten Teilen der Welt verflechten sich Geschichten, Blicke, Vertrautheit und Erinnerungen.
Heimat ist kein fester Ort, sondern prägende Eindrücke und gespürte Nähe. Immer dann, wenn eine Erinnerung aufflammt, ein Gefühl von Geborgenheit, ein Klang an Identität, entsteht die Inspiration. In einem begrenzten Schauplatz, wie eine Sammlung von Zetteln überlagern sich Erinnerungen, Fragmente und Momente. Die eigene Kultur spiegelt sich in anderen Kulturen, sie begegnen einander, ergänzen sich und verwandeln sich im Bild – zeitlos, verortet im inneren Raum, in der Kammer der Emotion.
Die Künstlerin wurde in Peru geboren, wuchs dort auf und kam bereits in jungen Jahren nach Deutschland. Ihr Lebensweg führte sie über verschiedene Länder und Kontinente. Der Starnberger See mit seiner besonderen Schönheit und Ruhe wurde dabei immer wieder zu einem Ort der Inspiration, an dem ihre Ideen Raum zur Entfaltung fanden. Ihre künstlerische Arbeit entsteht aus einer ausgeprägten Sensibilität für Farbe und Körper. Sie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Sichtbarkeit und Illusion, zwischen Realität und Bild. In einer von Bildern geprägten Gegenwart versteht Malena Morón de Grabherr die Malerei als einen Gegenraum – als einen Ort, an dem das Gesehene an Gewicht gewinnt und neue Bedeutung entfaltet. Fotografische Vorlagen bilden den Ausgangspunkt ihrer Werke. Auf der Leinwand verlieren diese ihre Eindeutigkeit und entwickeln eine eigene Wirklichkeit. So entstehen Bilder, die zugleich vertraut und fremd erscheinen und den Betrachter dazu einladen, Wahrnehmung und Wirklichkeit neu zu hinterfragen.
Eröffnung am Donnerstag, 13. August um 19.00 Uhr
in Anwesenheit der Künstlerin und einer Einführung der Kuratorin Elisabeth Carr.
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