
Rasha Ragab & Christoph Nicolaus
zu Gustav Meyrink
"Jedes Ding auf Erden ist nichts als ein ewiges Symbol, in Staub gekleidet“
Gustav Meyrink
Die alte kleine Kammer des Museums ist und bleibt ein Geheimnis, wie auch der große, unsterbliche Schriftsteller Gustav Meyrink weit über seinen Tod hinaus viele Rätsel aufgibt. Der mit "überreicher" Fantasie begabte Verfasser des “Golem” lebte und wirkte von 1911 bis zu seinem Tod 1932 in Starnberg und war mit seinem umfassenden Werk einer der schillerndsten Figuren der deutschsprachigen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts.
In seinem anekdotenreichen Leben wie in seinen Romanen beschäftigte er sich intensiv mit allen ihm zugänglichen mystischen Strömungen der Geistes- und Kulturgeschichte, war Mitglied vieler „Geheimlogen" und stand in regem Austausch mit Mystikern aus aller Welt. Sein Werk ist geprägt von einer Mischung aus skeptischem Zeitblick, übersinnlichen Phänomenen und dem metaphysischen Sinn der Existenz. Er schrieb bissige, oft groteske Satiren u.a. im Münchner „Simplicissimus“ sowie in vielen Kurzgeschichten, die auch Gebiete wie Yoga und Alchemie berühren und bisweilen gespenstisch, düster, aber auch sehr humorvoll und visiönär sind. Der leidenschaftliche Ruderer und Schachspieler war sich immer eingedenk: „Summa scientia: nihil scire“ - Die Summe alles Wissens ist: nichts zu wissen.
Eröffnung am Donnerstag, 16. Juli 2026 um 19 Uhr
Christoph Nicolaus, Urenkel von Gustav Meyrink, und seine Partnerin Rasha Ragab gestalten eine von G.M. inspirierte Installation mit verschiedenen Medien und Materialen und zur Eröffnung eine Performance.
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