Ludwig III. von Bayern mit Gemahlin und Richard Paulus bei der Eröffnung des Museums.

Die Museumsgeschichte

Die Gründung des Museums geht auf die Initiative kulturbegeisterter Bürger der Stadt zurück und spiegelt die Betonung regionaler Identitäten am Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Würmgaumuseum genannte Institution sollte das kultur- und kunstgeschichtliche Erbe bewahren. Der wichtigste Impuls für den Aufbau der Sammlung ging von dem Arzt Martin Penzl aus, dem wohl auch der Fund und Erwerb der Starnberger Heiligen von Ignaz Günther zu verdanken ist. Als Museumsgebäude erwarb die Initiatorengruppe auf Kosten der Stadt Starnberg am 8. Juni 1912 das heute denkmalgeschützte Lochmannhaus.

Die Trägerschaft des Museums legten die Gründer in die Hände eines am 23. Februar 1913 zu diesem Zweck errichteten Vereins. Die erste Mitgliederliste des Museumsvereins weist die Namen zahlreicher prominenter Bürger auf. Als Vorsitzender prägte der Kunsthistoriker Richard Paulus bis zu seinem Tod maßgeblich die frühe Geschichte des Museums. Dank seiner Beziehungen zum Königshaus wurde die Eröffnung am 9. Juli 1914 - unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs - zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Bayerns letzter Monarch Ludwig III. erschien samt Gemahlin und Prinzessinnentöchtern zu dem Festakt und besichtigte die Ausstellung. Zeugin der Gründung ist bis heute die zu diesem Anlass gepflanzte Esche im Innenhof des Museums. Unter den Nationalsozialisten wurde der Museumsverein aufgelöst und die Trägerschaft auf die Stadt übertragen. Nach dem Ende der NS-Herrschaft verblieb das Museum in der Verwaltung durch die Stadt. Nach einer umfassenden Sanierung des Lochmannhauses wurde das Museum 1985 als Heimatmuseum Stadt Starnberg wiedereröffnet.

Seit 2008 ergänzt ein moderner Erweiterungsbau der Architekten Guggenbichler&Netzer das Museumsensemble. Seit der Eröffnung dieses Bauabschnitts trägt das Museum seinen heutigen Namen.