Ludwig II.
Die letzten Tage des Märchenkönigs

ab Juni 2026

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Pressebilder:
1. Museumsleiter Benjamin Tillig und Dr. Claudia Wagner, das kuratorische Team hinter der Ausstellung im Museum Starnberger See. Bildnachweis: Museum Starnberger See / Maximilian Rossner
2. Museumsleiter Benjamin Tillig und Dr. Claudia Wagner, das kuratorische Team hinter der Ausstellung am Ufer des Starnberger Sees in Berg, unweit der Unglücksstelle vom 13. Juni 1886, im Hintergrund das Gedenkkreuz für König Ludwig II. Bildnachweis: Museum Starnberger See / Maximilian Rossner

Pressetext
Ludwig II. ist wohl die bekannteste und schillerndste Figur der bayerischen Geschichte. Seine Regentschaft brachte Schlösser, Mythen und Legenden hervor und fand schließlich in dem wohl berühmtesten ungeklärten Todesfall Bayerns ihr Ende. Verschuldet, einsam und als psychisch krank beurteilt starb Ludwig am 13. Juni 1886 zusammen mit dem Psychiater Dr. Bernhard von Gudden im Starnberger See. Seinen letzten vier Tagen vor Ort ist ab Juni eine langfristige Ausstellung im Museum Starnberger See gewidmet.

In aufwendigen, eigens gebauten Bühnenkulissen durchschreiten die Besuchenden dort das Drama in vier Akten. Vorbereitet werden sie auf die folgende Tragödie des „Märchenkönigs“ in einem „Prolog“, der anhand von Reproduktionen zahlreicher historischer Bilder und Dokumente die biografischen, politischen, finanziellen und psychischen Voraussetzungen in einer Art Röntgenblick auf großen Tafeln beleuchtet: Die Jugend des kunstsinnigen Kronprinzen und seine frühe Thronbesteigung, seine Ausschweifungen in ausufernden Schlösserbauten, die politischen Veränderungen nach zwei Kriegen und dem Verlust der bayerischen Selbstständigkeit, seine Zerrissenheit zwischen intimen Sehnsüchten und gesellschaftlichen Normen. Als Monarch stand Ludwig zwischen Epochen und Welten, war gespalten zwischen fantastischen Inszenierungen und Illusionen auf der einen und der profanen politischen Wirklichkeit auf der anderen Seite. Er sehnte sich politisch nach absoluter Macht und Gestaltungsfreiheit, suchte zunehmend irrational in seiner Realitätswahrnehmung die Einsamkeit und ging auf Abstand zu Menschen und der Welt. Doch wie entwickelte sich daraus die Tragödie seines Todes? Was ist jenseits mündlicher, bis heute am See lebendiger Überlieferungen bekannt über die letzten Tage des „Märchenkönigs“? Dies sachlich aufzurollen, ist Ziel der Ausstellung an den Ufern des Geschehens. Dabei werden die Kapitel von Überblickstexten begleitet, während zahlreiche Unterkapitel weiter in die Tiefe des Geschehens führen. In Hörstücken, Dokumenten und Fotos werden Personen porträtiert sowie Ereignisse erklärt, wodurch die Ausstellung die Möglichkeit bietet, Zusammenhänge und Vorgänge schnell und überblicksartig zu verstehen oder wahlweise sehr intensiv in die Geschichte einzutauchen. 
Am Ende berichtet schließlich ein „Epilog“, was unmittelbar nach dem Tod des Königs geschah. Hier kommen nicht zuletzt Zeitzeugen zu unterschiedlichen Theorien zu Wort. Entsprechend ausgestattet ist der Besucher aufgefordert, sich selbst ein Bild zu machen von den „letzten Tagen des Märchenkönigs“. 

Die Ausstellung ist erarbeitet und realisiert vom Museumsleiter Benjamin Tillig und der Kunsthistorikerin Dr. Claudia Wagner. Sie wurde produziert in Zusammenarbeit der Stadt Starnberg und des Freundeskreis Museum Starnberger See. Finanziert ist die Ausstellung aus großzügiger Förderung durch den Freundeskreises Museum Starnberger See, den Landkreis Starnberg, den Bezirk Oberbayern und das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Unterstützt wurde die Ausstellung durch den Wittelsbacher Ausgleichsfonds und das Geheime Hausarchiv am Bayerischen Hauptstaatsarchiv, München.